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Des kehrt so !!!

Zur Historie der Kehrwoche

Der Schwabe braucht Spätzle, en Bauschbarverdrag und die Kehrwoch.

Angeblich wurde die Kehrwoche im Unterland (Stuttgart) erfunden.

So steht im Stuttgarter Stadtrecht von 1492:

„Damit die Stadt rein erhalten wird, soll jeder seinen Mist alle Wochen hinausführen, (...) jeder seinen Winkel alle vierzehn Tage, doch nur bei Nacht, sauber ausräumen lassen und an der Straße nie einen anlegen. Wer kein eigenes Sprechhaus (WC) hat, muss den Unrath jede Nacht an den Bach tragen“.

Ein Mitarbeiter der Kehrwöchner recherchiert seit 1993 im Archiv der Stadt Biberach um zu beweisen, dass die Kehrwoche ihren historischen Ursprung in Biberach - also in Oberschwaben - hat; haben muss.
Jedem, der in Oberschwaben schon mal einen Mietvertrag unterschrieben hat, ist diese Tatsache ohnehin klar.


Eine englischsprachige Verhaltens-Anleitung bezüglich der Kehrwoche für Einwanderer findet Ihr hier: http://www.training-for-germany.de/tips99/tipkw.htm
Die Kehrwoche kennt keinen Scherz
Mehr als hundert Interessenten wollen Schrubbtechniken erlernen
Bei der Kehrwoche verstehen Schwaben keinen Spaß. Das mußte jetzt Klaus-Peter Hartmann, Leiter der Volkshochschule (VHS) Calw, erfahren.

CALW  - Der gebürtige Schwabe hatte einen "Kehrwochen- Kompaktkurs" für den l. April 1998 in das VHS -Veranstaltungsangebot aufgenommen. Bei diesem Datum, dachte er, würde niemand reagieren. Die "Kehrwoche für Nicht- schwaben" fand aber solchen Anklang, daß aus dem Aprilscherz nun Ernst wird, wenn auch in etwas abgewandelter Form.

Mit dem erstmals ausgeschriebenen Kompaktkurs würden auch Nichtschwaben mit keinen oder nur geringen Vorkenntnissen in die Kunst der Kehrwoche eingeführt,

 

erläuterte das VHS-Programmheft den Kurs. Das Vertrautwerden mit diesem einheimischem Brauchtum helfe, sich schnell im Schwabenland zu integrieren. Der Kurs biete nach einer mehr theoretischen Einführung in die "historisch-soziologische Bedeutung" der Kehrwoche auch praktische Übungen. So würden Materialkunde (Besen, Schrubber, Kehrblech-Konstruktion) und das Erlernen. der wesentlichen Griff-, Halte, Schwung- und Schrubbtechniken gelehrt. Am Ende des Kurses sollten die Teilnehmenden in der Lage sein, selbständig ein Stück Straße zu kehren, hieß es. Die Teilnehmer müßten Kopftuch, Kittelschürze und -,für Griffübungen - ein Rundholz von etwa drei Zentimeter Durchmesser und mindestens einem Meter Länge mitbringen. Die Kursdauer war mit fünf mal drei Stunden veranschlagt, als Gebühr sollten 135 Mark entrichtet werden. Obgleich mit dieser Beschreibung das VHS-Angebot durchaus als Scherz erkennbar schien - gingen in kurzer Zeit fast 100 ernst gemeinte Anmeldungen ein. Darunter waren drei benachbarte Ortsverwaltungen, die ihren Mitarbeitern den letzten Schliff fürs Straßenfegen vermitteln wollten. Eine Calwerin meldete ihren Ehemann an, damit so endlich dessen "Putzdefizite" behoben würden. Neben weiteren Einzelpersonen - meist aus dem Landkreis Calw - meldete sich geschlossen eine 35köpfige Besuchergruppe aus England an, die um den l. April herum den Nachbarkreis Böblingen bereist. Bei so viel Nachfrage mußte VHS-Chef Hartmann gestern einfach kapitulieren. epd
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